Ubo´s Soeldner e.V. - Früh- und Spätmittelalterliches Reenactment 

 

Freitag, 21. Juni 2013 - 18:01 Uhr

Kindertagesstätte St. Ulrich

 

Am 21.06.2013 hatten wir die Ehre und das große Vergnügen die Kindertagesstätte St. Ulrich in Laim bei ihrem Sommerfest zu unterstützen.

Nach dem Aufbau unserer Ausrüstung durften wir dem sehr schön choreografierten Auftritt der Kinder als dazu passende Dekoration dienen.

Kurz danach gings aber schon voll zur Sache.

Aufgrund der Masse der Kinder haben wir uns dazu entschieden einzelne Stationen einzurichten.

  1. Aufwärm und Dengelstation
  2. Poi und Ausdruckstanz
  3. Rüstkammer

Abgesehen davon, das ich nach gefühlten 150 mal Kettenhemd an und ausziehen am nächsten Tag davon einen Muskelkater hatte,

gibt es doch etwas besonderes von diesem Kindergarten zu berichten.

Die jungen Männer, nachdem sie gerüstet in die Schlacht zogen waren doch etwas gehemmt in ihrer Schlagkraft.

Sei es ob des Gewichtes der Rüstung oder ihrer körperlichen Ertüchtigung.

Jedoch die jungen Maiden legten ein etwas anderes Temperament an den Tag. Das erste Mädchen überraschte uns doch sehr.

Mit glitzernden Augen, zusammengepreßten Lippen, energischer Körperhaltung prügelte dieses Mädchen auf das zur Verfügung gestellte Schild ein das uns Angst und Bang wurde.  

War das ein Einzelfall? Weit gefehlt ....

Die folgenden Mädchen waren genauso energisch. Wir sahen uns nur schweigend an und fragten uns ob es nicht besser wäre nach Hause zu fahren.

Natürlich taten wir das nicht sondern zeigten der begeisterten Menge einen tollen wenn auch meiner schlechten Kondition geschuldeten kurzen Schaukampf.

Um die Gemüter wieder zu beruhigen machten wir noch ein bisschen Musik und ließen den Nachmittag langsam ausklingen.

 

 

Vae Victis

 

Euer Anscar


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Samstag, 15. Juni 2013 - 18:00 Uhr

Wasserschloss Sandizell

 

Ungewöhnlich nass, verglichen zu den vorangegangenen Jahren, gestaltete sich das diesjährige Lager in Sandizell,
welches die Soeldner Ende Mai dort aufschlugen. Wie viele andere Orte blieb auch die Schrobenhausener Gegend vom diesjährigen sintflutartigen Regen nicht verschont.

Noch trockenen Fußes wurden die Zelte errichtet und einen Morgen lang war allen Sonnenschein vergönnt,
welcher das Lager in ein heimeliges, zufriedenes Licht tauchte.

 

Auch wenn das Nass vom Himmel bald einsetzte und nicht mehr enden wollte,
vertrieben die Soeldner sich die Zeit über knapp vier Tage mit Handwerk;  wobei einige neue Fertigkeiten für sich entdeckten und sich dem kunstvollen Edeldrahtflechten oder akribischen Schnitzen hingaben. Andere wiederum vollendeten ihre neu gebauten Schilde, nähten unablässig an den selbstgeschneiderten Gewändern oder halfen, die schmackhaften Mahlzeiten zuzubereiten.

Wie immer war kulinarisch einiges geboten und Neues ausprobiert worden.


So wurden Böhmische Erbsen mit Speck und Salbeifladen gereicht, ein Fleischtopf mit Pflaumen und Äpfeln in Bier gegart oder des Kaisers Schmarrn mit selbstgemachtem Apfelmus kredenzt.

Trotz des Wetters ließen die Soeldner sich die Laune nicht nehmen und kämpften tapfer jeden Kampf, und war es auch im Regen und Matsch,
um sich selbst oder das Schlosse im Brückenkampf zu verteidigen. Siegreich und unüberwunden ließen sich einige der Kämpfer zu Recht feiern,
so sich die stetigen Trainings und Schlachten hier doch wahrlich auszahlten.

 

Da die Wassermassen von oben jene des Burggrabens anschwellen ließen, bauten die Soeldner kurzerhand ein Wikinger-U-Boot, kurz U-1066, mit Sonar, Periskop und seitens Rundschilden sowie angehängter musikalischer Untermalung, um für noch mehr Wasser gewappnet zu sein. Lautstark und unter jubelndem Beifall wurde das Schiff auch auf einer Fahrt über den Markt eingeweiht. Bleibt nur zu rätseln, ob die Augen der Zuschauer nicht trocken blieben ob des Regens oder des Lachens.

Musikalisch und gemütlich gestalteten sich die abendlichen Runden um die Feuerschalen, wobei nicht nur der Musikus Anscar die beliebten und wohl bekannten Lieder zum Besten gab; sondern auch Bengt  den Soeldnern  Weisen mit sonorer Stimme und gekonntem Gitarrenspiel darbrachte.  Geschichten wurden erzählt, Spiele gespielt, gelacht und gesungen. Und wer nun immer noch nicht weiß, woher die Regenbögen kommen, der möge Leni (oder den Leutinger) fragen ;-)

 

 

Vae Victis

 

Eure Wiltrud zu Merseburg


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